BRIGHT-EYES

Die 2002 gegründete und aus Bologna stammende Truppe hat sich ein paar leckere – echte – Maden auf das blutige Cover gepackt und trotz kaum zu entziffernder Songtitel bekommt man das Gefühl nicht los, dass die 5 auf den Bildern wild musizierenden Knaben keine Kuschelmucke machen.
So ist das auch bei den ersten Takten des Openers ‚O.S.S.A.’, denn aggressiver Death Metal der Frühneunziger mit gutturalem Gekotze am Mikro raspelt aus den Boxen. Aber gut gespielt und recht fett intoniert. Die ersten beiden Nummern haben noch eine leichte Suffocation-Kante, die auch gern mal zu derbem europäischen Todesblei schielen darf, ‚(L’Odore Dell) Sangre’ sägt einem dann Cannibal Corpsig ein paar Wirbel aus dem Nacken. A bissle Grind im Stile von Hate Plow darf auch nicht fehlen.
LACERATER bleiben dabei variabel und packen alles von Blast bis schleppende Passagen in eine Nummer, ohne dass das gezwungen klingt. Die Nummern haben viel Fluss und gehen gut ab. 4 Stücke sind noch wenig für ein abschließendes Urteil, dennoch gehen die Daumen hoch,. Ein komplettes Album in dieser Güte ist Garant für eine fette zweistellige Wertung!


By Oliver Vollmer


MARK: 9/13