EXTREME AGGRESSION Vier Songs, die im weitesten Sinne als aufgepeppter Death Metal zu bezeichnen sind, weil sie zwischendurch gern mal in Richtung Grind- und Hardcore abdriften. LACERATER aus Bologna legen hier ihre erste offizielle Veröffentlichung (Eigenveröffentlichung, aber keine CD-r) vor, nachdem vorher schon zwei Demos im Untergrund kursierten (aber ihren Weg nie bis zu mir gefunden haben). Nicht schlecht das Ganze, aber irgendwie kann ich mich nicht zu endlosen Jubelarien hinreißen lassen. Das gewisse Extra fehlt mir, die Punkte, an denen „Nessun Urlo Nell´Ombra“ was ganz besonderes bietet und sich von den vielen Death/Grind-Platten da draußen unterscheidet, habe ich auch nach mehrmaligem Hören nicht finden können. Tut mir leid, wenn das jetzt alles sehr negativ klingt, denn schlecht genug für einen Verriss sind LACERATER bei weitem nicht. Gute Musiker sind die vier nämlich mit Sicherheit, aber durch zu häufige Tempi- und Stilwechsel nehmen sie der MCD als Ganzes betrachtet manchmal die Brutalität und Wucht. Aggressiv und abwechslungsreich ist die Scheibe, kein Thema, letzteres aber wird in meinen Ohren etwas übertrieben. Bei einer Band, die noch nicht seit fünf Jahren besteht würde ich vermuten, sie wäre noch auf der Suche nach dem eigenen Stil. Aber LACERATER existieren halt schon sehr lange...Aber: einige der Tempiwechsel, Blasteinsätze usw. sind durchaus gut nachvollziehbar, der Schrei-und Brüll-Wechselgesang ist auch okay, sogar eher überdurchschnittlich; die Soundqualität stimmt auch. Es ist also nicht alles schlecht und ich will niemanden dazu auffordern, die Finger von der Scheibe zu lassen. Die MCD kann übrigens komplett auf der Website der Band angehört und runtergeladen werden, also anchecken kostet nix. Hoffentlich gibt es viele Leser/innen, die meine Meinung zu „Nessun Urlo Nell´Ombra“ nicht teilen, denn eine Band, die ihre Mucke umsonst mit den Fans teilt, sollte dringend unterstützt werden. By Peter MARK: / |